Allergie

Der seit Jahren zu verzeichnende deutliche Anstieg allergischer Erkrankungen ist ein wichtiges medizinisches Problem, mit dem sich die Industrienationen in der heutigen Zeit auseinandersetzen müssen. Zum Vergleich: Um die Jahrtausendwende war ungefähr jeder Zehnte in Deutschland von Heuschnupfen betroffen. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass sich diese Zahl mittlerweile verdoppelt hat. Ähnliches gilt für andere Erkrankungen mit allergischem Hintergrund. Besonders häufig sind dabei Überempfindlichkeiten gegen bestimmte Nahrungsmittel, gegen Pollen und gegen Hausstaubmilben.

Behandlung

Die naturheilkundliche Allergiebehandlung erfolgt in mehreren Bereichen. Ziel ist es, die Überreaktion des Körpers auf die Stoffe zu regulieren. Hierbei ist es von nachrangiger Bedeutung, auf welche und wie viele Stoffe der Körper allergisch reagiert.

Zur Behandlung einer Allergie wende ich u.a. Akupunktur, Neuraltherapie, Homöopathie, Bioresonanztherapie und die Eigenbluttherapie an. Welche Verfahren sinnvoll sind, muss für jeden individuellen Fall festgestellt werden.

HeuschnupfenVererbung

Auch Kinder sind von dieser Problematik betroffen. Im Grundschulalter haben heutzutage etwa 30 Prozent der Kinder eine Allergie. Die Veranlagung hierfür wird vererbt, sodass in der Zukunft nicht mit einer Abnahme der Allergiker-Quote zu rechnen ist. Beim Heuschnupfen etwa liegt die Wahrscheinlichkeit der Weitergabe an das Kind zwischen 20 und 40 Prozent, wenn nur ein Elternteil betroffen ist. Sie wächst an auf 60 bis 80 Prozent, wenn beide Elternteile diese Allergie haben.

Ursachen

Doch worin liegt die Ursache dafür, dass mittlerweile so viele Menschen Betroffene einer Allergie sind? Hier gehen Experten davon aus, dass die veränderten Lebensgewohnheiten ein wichtiger Auslöser sind. Dabei können zahlreiche Faktoren eine Rolle spielen. Zum Beispiel die gründlichere und vielleicht auch übertriebene Hygiene, wobei auch für den Hausgebrauch Desinfektionsmittel verwendet werden. Oder Schadstoffe in der Luft, die Pollen möglicherweise zu stärkeren Allergenen machen.

Was ist eine Allergie?

Eine Allergie ist keine Krankheit im eigentlichen Sinne. Es ist eine Überreaktion auf normalerweise harmlose Stoffe, die leider vom Immunsystem als schädlich angesehen werden. Der Körper setzt Abwehrmechanismen in Gang, die ihn eigentlich vor unerwünschten Stoffen schützen sollen. Eine Maßnahme ist die Ausschüttung von Histamin.

saisonale Rhinitis

Was bewirkt Histamin?

Histamin führt zu einer Weitstellung der Gefäße und damit zu einer verstärkten Durchblutung im betroffenen Bereich.
Außerdem werden durch Histamin die Gefäßwände durchlässiger. Hierdurch können mehr Abwehrzellen aus dem Blut in das befallene Gewebe gelangen. Aber auch Flüssigkeit dringt so in das Gewebe und führt zu Schwellungen (Ödeme). An der Lunge bewirkt Histamin eine Verengung der Bronchien.

Die Wirkungen des Histamins verursachen verschiedene Symptome. Bei Heuschnupfen schwillt mit dem Kontakt von Pollen die Nasenschleimhaut an, es wird mehr Sekret gebildet und die Nase fängt an zu jucken. Die Augen reagieren mit Rötung, Tränen und Jucken. Bei einem Mückenstich reagiert die Hautstelle mit Rötung und Juckreiz. Die Verengung der Bronchien kann zu Asthma führen.

Lebensbedrohliche Reaktionen

Gelangen die Allergene in den Körperkreislauf, können lebensbedrohliche Situationen entstehen. Reagiert z.B. der Körper allergisch auf Wespenstiche, kann sich das Gift im Blutkreislauf verteilen. Die Abwehrzellen schütten Histamin aus, was im gesamten Kreislauf wirkt und zu einer Weitstellung der Gefäße führt. Hieraus folgt ein starker Blutdruckabfall, der in schweren Fällen bis zum Schock mit Kreislaufstillstand führen kann.

Antihistaminika

Antihistaminika sind Medikamente, die die Wirkung von Histamin beeinflussen. Sie verringern nicht den Histamingehalt im Körper sondern besetzen bestimmte Stellen an den Zellen, an die Histamin andockt. Während der Wirkdauer ist zwar Histamin im Körper, kann aber seine Wirkung nicht vollständig entfalten. Wird das Antihistaminikum schneller abgebaut als Histamin, kommt der allergische Effekt wieder hervor.

Behandlung Allergie

Wodurch entsteht Histamin?

Der Körper speichert besonders in den Abwehrzellen (Mastzellen) Histamin. Es wird ausgeschüttet bei:

  • Kontakt mit allergenen (Stoffen, die zur allergischen Reaktion führen; z.B. Pollen, Medikamente, Nahrungsmittel, Latex, Metalle wie z. B. Nickel)
  • Immunreaktionen
  • Aufnahme von Nahrungsmitteln, die Histamin enthalten
  • Aufnahme von Nahrungsmitteln, die im Körper Histamin freisetzen
  • Druck auf die Haut
  • Reibung
  • Kälte
  • Wärme und Schwitzen
  • Licht (UV-Strahlung; Sonnenallergie)

Wo machen sich Allergien bemerkbar?

Häufig fangen die Abwehrmaßnahmen dort an, wo der Kontakt zur Außenwelt groß ist:

  • Haut (Kontaktekzem, Nickelallergie, Urtikaria, Nesselsucht)
  • Schleimhäute (Augentränen, Rötung, Nasenjucken)
  • Darm (Durchfall, Krämpfe)
  • Lunge (Verengung der Bronchien, Asthma)

Aber auch systemische Reaktionen (Auswirkungen auf den gesamten Organismus) können auftreten. Beispielsweise durch Insektenstiche oder Arzneimittel.

Es gibt unterschiedliche Reaktionen, die sich u.a. durch den zeitlichen Verlauf kennzeichnen. Eine Sofortreaktion ist z.B. bei Heuschnupfen oder Nickelallergie vorhanden. Aber es können auch verzögerte Symptome entstehen, die sich erst nach mehreren Stunden bemerkbar machen.

Früher keine Allergien?

Die Allergie ist keine Erkrankung der Neuzeit. In vielen Epochen gab es nachweislich Menschen, die von ihr betroffen waren. AllergieFür den englischen König Richard III. ist zum Beispiel eine Erdbeer-Allergie überliefert. Diese vermochte er allerdings geschickt einzusetzen. Um einen Adeligen vom Hof zu entfernen, dem er feindlich gesonnen war, ließ er sich von diesem einen Teller mit Erdbeeren reichen. Seine nach dem Verzehr auftretende allergische Reaktion schrieb er dann einem Giftanschlag zu und ließ den Adeligen wegen des vermeintlich versuchten Mordes köpfen.

Hinweis

Die hier gemachten Angaben dienen als Information. Hieraus kann kein Heilversprechen abgeleitet werden. Für eine individuelle Beratung vereinbaren Sie bitte einen Termin in meiner Praxis.

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